3D Kreativlabor
Das 3D-Kreativlabor ist ein Entwurfskonzept, um den dreidimensional erlebbaren Architekturgedanken von Frei Ottos Multihalle zu erweitern und modern zu interpretieren. Einbauten sowie deren Nutzungskonzepte werden nicht zweidimensional betrachtet und gelebt sondern auch in die dritte Dimension, die Höhe, gedacht.
Democratic Umbrella – Die Demokratie der Zukunft besteht nicht mehr aus links oder rechts, sondern entfaltet sich in der Dreidimensionalität
Raummodule
Modulare Einbauten des 3D-Kreativlabors nutzten die Höhe der Multihalle aus, um den Gedanken der Menschen Raum zu geben. Die Einbaumodule decken den individuellen Bedarf des Raumprogramms ab und ermöglichen das Ausweiten der Konzeptidee je nach Bedarf und Nutzungsschwerpunkt. Ziel ist es, den Bestand minimal zu beanspruchen und somit die Multihalle auch für nachfolgende Konzepte erlebbar zu erhalten. Im Bereich der Haupthalle wird das vertikale Kulturdorf integriert, in dem Arbeitsräume, Ateliers, Büroflächen und mehr entsteht. Die Module richten sich nach dem baulichen Raster von 5m x 5m und bieten so Module, die sich aus einem Vielfachen von 25 qm zusammensetzen und somit verschiedene Arbeitsräume bieten. Die Treppenebenen der Haupthalle bleiben vollständig erhalten und werden als Veranstaltungsebenen genutzt. Durch die Ausrichtung zu den modularen Einbauten entsteht ein abgetreppter Eventsaal, welcher für Podiumsdiskusionen, Kino und Kulturveranstaltungen oder Konzerte genutzt werden kann. Die oberen Ebenen dienen primär als Veranstaltungsflächen, die unteren Ebenen kleineren Foren. Die Multihalle behält ihre äußere Gestalt, sowie ihre Konstruktion komplett, dadurch bleibt ihr der Charakter erhalten und entstehende Umbaukosten können vermieden und reduziert werden.
Nachhaltigkeit und Denkmalschutz
Nutze, was schon da ist!
Wer zahlt die Ausbauten und Umbauten und wer investiert?
Da das Budget zur Ertüchtigung und Nachnutzung gering ist, wird alles genutzt, was wiederverwertbar ist. Die Nutzungsmodule des Kreativlabors werden als Holzfertigteilmodule erstellt und durch „Second Hand“ Fenster, Türen und Möbel ausgebaut. So erhält jedes Haus des Kreativdorfes seinen eigenen Stil und wird je nach Verwendungszweck modeliert. Das gleiche Konzept wird ebenfalls im Bereich des Restaurants und der Sanitäreinrichtungen genutzt: Die vorhandenen Anschlüsse werden weiterverwendet, die Einrichtung ertüchtigt und durch recycelte Objekte und Einrichtungsgegenstände ergänzt. Das Konzept lebt hierbei von einer Kollage aus verschiedenen Menschen und deren Vorstellung wie ihre Umgebung auszusehen hat. Nur Einbauten und Umbauten zur Realisierung von barrierefreien Sanitäreinrichtungen und der Erhalt der barrierefreien Rampen und Erschließungen werden ergänzt bzw. optimiert.
Das Areal
Die Multihalle …und dann?
Mit der Multihalle endet das Konzept des 3D-Kreativlabors nicht. Im Sommer kann der Bereich um und an der Multihalle neu belebt werden. Die Parkflächen an der westlichen Haupthalle ermöglichen die Erweiterung des Kreativdorfes nach draußen. In einem Kreativfestival könnten die Designer, Handwerker, Künstler und viele weitere des Labors ihre Werke im Außenbereich präsentieren und Interessierte in ihre Ateliers in der Halle einladen.
Der östliche Bereich der Halle mit der Anbindung an das Restaurant bietet sich für kreative Kochwettbewerbe oder Food-Festivals an.
Durch die direkten Anbindungen an die Stellplatzflächen im Westen, den Wohngebieten im Osten und den Schulen im Norden, ergibt sich ein breites Feld an Interessensgruppen, welche das 3D Kreativlabor nutzen oder selbst Teil davon werden können.


